Der Teufelsbach, im Tschechischen „Certovka“ ist eine kleine Abzweigung der Moldau. Sie befindet sich in dem Gebiet, das aufgrund der am Wasser angrenzenden Häuser, auch „klein Venedig“ genannt wird. Bei der letzten großen Flut 2002 stieg das  Wasser hier um ganze acht Meter, die Überflutung der Altstadt wurde aber durch Barrieren auf den Uferstraßen verhindert. Die Markierung des Wasserstandes ist jedoch an den Mauern der Karlsbrücke deutlich abzulesen.

Direkt an der kleinen Brücke, die über den Bach führt, befindet sich ein malerischer Ort mit Blick auf ein großes Mühlenrad aus dem Jahr 1600. Eine kleine Wassermann-Statue „bewacht“ den Bach und das Rad. An dem Brückengeländer befinden sich hunderte Schlösser mit eingravierten Initialen, Herzen und Liebesschwüren von Liebenden. Paare verewigen und besiegeln so ihre Liebe zueinander. Nun ja, Initialen in Baumrinden ritzen war gestern, heute zeigen Verliebte der Welt ihre Liebe halt anders.

Ob man den Schlüssel nach dem Anbringen behält oder unwiderruflich in den Bach wirft, ist dabei jedem Pärchen selbst überlassen. Es ist auf jeden Fall ein romantisches Plätzchen zum Träumen und Lieben!

Ein kleiner Tipp – mit nur ein paar Schritten weiter (von der Moldau weg) kommt Mann zum weiteren „magischen Ort“ in unserer Hauptstadt, zur John-Lennon-Mauer 😉 Sie verändert von Jahr zu Jahr ihr Aussehen. Es kursieren sogar geheime Nachrichten, dass eine zweite Mauer entstanden ist… Wir sind auf der Suche!